Mathematik

Mathematik

Die Schülerinnen und Schüler erwerben als Voraussetzung für ein Weiterlernen im späteren schulischen, beruflichen und privaten Leben eine mathematische Allgemeinbildung, die die kritische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen in der Gesellschaft und damit die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ermöglicht. Sie umfasst drei wesentliche Aspekte:

  • Mathematik ist überall anwendbar – unsere Welt ist voll von Zahlen, Mustern und Strukturen. Mit mathematischen Strukturen lassen sich Probleme aus Wissenschaft und Technik sowie aus dem Alltag erfassen und lösen. Die Schülerinnen und Schüler interpretieren Erscheinungen aus Gesellschaft, Natur und Kultur mit Hilfe der Mathematik, verstehen Phänomene und bewerten sie.
  • Mathematik ist eine abstrakte, strukturierende und argumentierende Wissenschaft. Sie erschafft und behandelt Objekte und Ideen eigener Art und entwickelt Methoden, mit diesen umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen mathematische Sachverhalte in Form von Sprache, Symbolen, Formeln und bildlichen Darstellungen als geistige Schöpfungen und nutzen sie in inner- und außermathematischen Fragestellungen.
  • Mathematik fördert einen Bereich menschlichen Denkens, in dem sich – im Alltag und in der Wissenschaft – die Kreativität und die Problemlösungsfähigkeit des Einzelnen entfalten können. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich kreativ und selbstbestimmt mit Situationen, in denen sie Probleme mit mathematischen Mitteln lösen.

Der Erwerb mathematischer Kompetenzen ist stets an Inhalte bzw. an Anwendungen der Mathematik gebunden.

  • Mathematisches Argumentieren umfasst das Erkunden von Situationen, das Aufstellen von Vermutungen und das schlüssige Begründen von vermuteten Zusammenhängen.
  • Mathematisches Problemlösen ist nötig, wenn in einer Situation nicht unmittelbar ein Lösungsverfahren angewendet werden kann, sondern ein Lösungsweg entwickelt oder aus gewählt werden muss. Dazu werden spezifische Strategien (z. B. Auswählen von Hilfsgrößen, Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten) und verschiedene Darstellungsformen verwendet.
  • Beim mathematischen Modellieren werden Situationen aus der Realität analysiert und dann mit mathematischen Begriffen beschrieben. Lösungen im mathematischen Modell werden im Hinblick auf die zugrunde liegende Realsituation interpretiert.
  • Darstellungen verwenden: Verbale Beschreibungen (geschrieben oder gesprochen), numerische Darstellungen (z. B. Tabellen), graphische Darstellungen (z. B. Diagramme und Graphen funktionaler Zusammenhänge), Symbolketten (insb. Terme und Gleichungen) werden vielfältig verwendet.
  • Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen: Solche Elemente (Symbole, Verfahren und Werkzeuge) dienen zur strukturierten, kurzen und übersichtlichen Darstellung von Zusammenhängen sowie zur Entlastung bei sich wiederholenden Tätigkeiten. Dazu gehört der sichere Umgang mit Variablen, Termen, Gleichungen, Funktionen, Diagrammen und Tabellen sowie der Einsatz von Werkzeugen wie Taschenrechner, Formelsammlung und Software.
  • Kommunizieren über Mathematik bzw. mit mathematischen Mitteln umfasst das verständige Aufnehmen und Wiedergeben mathematikhaltiger Informationen (lesen, schreiben, sprechen, hören).


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